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Akademietage in Fellbach

Imposant und beeindruckend. Das waren die Adjektive, die den rund 70 bürgerschaftlich Engagierten hauptsächlich zu Professor Götz W. Werner einfielen. Der dm-Gründer war Gastredner bei den Akademietagen in Fellbach. Dabei machte er nicht nur wegen seiner Körpergröße mächtig Eindruck auf die Anwesenden. Der bekannte Verfechter eines bedingungslosen Grundeinkommens argumentierte geschickt und überzeugend. Heiterkeit und Begeisterung löste er mit seiner Behauptung aus, dass man mit Frauen besser arbeiten könne. „Prüfen Sie es nach. Glauben Sie mir nichts“, betonte er immer wieder. Er wolle zum Nachdenken anregen und zitierte dabei Goethe und Schiller. Vor seinem „gewissenermaßen Traumauditorium“ erklärte Werner, wie wichtig das Zutrauen und eben nicht nur das Vertrauen sei und wie wesentlich die Unterschiede sind. Die Menschen seien sich „trotz des dunklen Dranges, des rechten Weges wohl bewusst.“ Und genau hier gelte es anzusetzen, so Werner, der ein humanistisches Weltbild bemühte und natürlich nicht versäumte, das bedingungslose Grundeinkommen anzusprechen.
Sozialministerin Katrin Altpeter legte dagegen im Fellbacher Rathaus Wert auf die Feststellung, dass Baden-Württemberg auf das Bürgermentorat stolz sein könne. Sie sprach auch den Wunsch nach einem stärkeren Austausch der Bürgermentoren untereinander an. Das beziehe sich beispielsweise auf verschiedene Projekte ebenso wie auf Referenten oder einen generellen Austausch untereinander. Sie sagte zu, dass in Kürze eine eigene Website für das Bürgermentorat freigeschalten wird, die auf diese Wünsche eingehe. Die Ministerin nutzte die Anwesenheit der etwa 70 Engagierten, um die Engagementstrategie des Landes anzusprechen. „Sie bündelt gewissermaßen alle Aktivitäten des Sozialministeriums zum freiwilligen Engagement“, sagte Altpeter. Es gehe darum, das Engagement sowohl quantitativ, aber vor allem auch qualitativ voranzubringen und gerade die Engagementbereiche in den Blick zu nehmen, in denen Nachholbedarf bestehe. Keineswegs sei die Strategie „ein in Stein gemeißeltes Manifest, sondern vielmehr als ein fortlaufender und dynamischer Prozess“ zu verstehen.

Dynamik kam dann auch beim nachmittäglichen Erlebnisparcours auf. 16 Projekte stellten sich vor. Sie reichten von der Seniorentheatergruppe Dörrobst über einen Geschichtsparcours ebenso wie über Kochgruppen mit Jugendlichen oder einen lebendigen Adventskalender. Die Engagierten nutzen die Gelegenheit und informierten sich umfassend, bevor es abends zur Lesung aus „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger ging.

Der zweite Tag der Akademietage stand dann ganz im Zeichen der neuen Medien und der Möglichkeiten des Internets und der Vernetzungen. Nach dem anschaulichen Vortrag von Nonprofit-Expertin Dr. Brigitte Reiser wurden die Themen in vier Werkstätten vertieft. Dabei wurde die neue Homepage zum Bürgermentorat (www.buergermentorat.de) ebenso vorgestellt wie über mögliche Aufgaben von regionalen Ansprechpartnern im Mentorat gesprochen. In einer Abschlussrunde wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen im Plenum vorgestellt. Dabei bestand Konsens, dass neue Impulse und Schwung von den diesjährigen Akademietagen ausgingen und Fellbach ein toller Gastgeber war. Schließlich hatte Oberbürgermeister Christoph Palm es sich zu Beginn der Akademietage auch nicht nehmen lassen, alle herzlich zu begrüßen.

Vortragsunterlagen herunterladenDr. Brigitte Reiser - Möglichkeiten des Internets für die Netzwerkbildung: Soziale Medien im Fokus
 
Tools auf Karten herunterladenDie Tool-Karten können ausdruckt und im Rahmen eines ersten leichten Einstieg ins Thema sowie als eine gemeinsame Diskussionsgrundlage direkt vor Ort genutzt werden.
 
 
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